Workshop: Meta-Gaming 2.0 – Lehrkonzepte in den medienwissenschaftlichen Game Studies

Bild von Ann Letourneur
09.03.2018 - 14:00
10.03.2018 - 17:00
Etc/GMT+1

 

Workshop am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, 09. und 10. März 2018

Bereits im Jahr 2010 führten Britta Neitzel und Rolf Nohr in einer Art ‚Bestandsaufnahme‘ der deutschsprachigen Game Studies aus, dass „[n]ur wenige andere Forschungsgegenstände [...] einer so hohen Entwicklungsdynamik [unterliegen] wie das Computer- und/oder Videospiel und die daran anhängenden Medienkulturen“ („Game Studies.“ MEDIENwissenschaft 4, 2010, S. 416). In der Folge erscheint die zeitgenössische Gameslandschaft oftmals wie ein undurchdringliches Dickicht aus Unterhaltungsangeboten, in dem es zunehmend schwerer fällt, den Überblick über die veröffentlichten Titel, den sich immer weiter ausdifferenzierenden Formenreichtum, die neuesten Anwendungstechnologien und die wachsenden Communities und ihre Themen zu behalten. Parallel dazu entwickeln sich auch fachgebundene sowie interdisziplinäre Forschungszweige weiter und thematisieren dabei nicht nur narrative, ludische oder audiovisuelle Dimensionen von Games, sondern sehen sich auch mit der Notwendigkeit konfrontiert, methodische Antworten auf Fragen nach Handlungsdimensionen, sozialen Interaktionsformen oder Spielaneignungen und - modifikationen zu liefern.

Die Dynamik des Feldes stellt allerdings nicht nur den Bereich der Forschung vor zahlreiche Herausforderungen. Insbesondere die universitäre Lehre zu Games und Gaming, der an unterschiedlichen Standorten der oftmals medien(kultur)wissenschaftlich ausgerichteten Institute und universitären Einrichtungen mit unterschiedlichen Strategien begegnet wird, konfrontiert Lehrende mit vielgestaltigen Problemen. Diese sind allerdings bis dato kaum in den Fokus des (medienwissenschaftlichen) Diskurses gerückt.

Der Workshop setzt sich zum Ziel, erstmals einen Überblick über die unterschiedlichen Perspektiven auf das komplexe Feld der Lehre von Computerspielen zu gewinnen und eine Vernetzung der Lehrenden in den medienwissenschaftlichen Game Studies zu ermöglichen. Im Fokus sollen dabei auch Strategien stehen, die im Bereich der Vermittlung den Umgang mit dem im Hinblick auf seine Erschließung oftmals ressourcen- und zeitaufwendigen Gegenstand vereinfachen können.