Nächstes Treffen Siegen

Bild von Britta Neitzel

Liebe Alle,

Auf dem letzten Treffen in HH im November wurde Siegen als nächster Treffpunkt festgelegt. Ziemlich weit im Süden (finde ich), mit dem Auto prima zu erreichen, mit dem Zug - na, ja.

Nach Absprache mit den anderen Siegenern stellte sich das Wochenende 30.Juni/1.Juli als ein machbares heraus, möglich, aber bei weitem nicht so gut wäre auch eine Woche später: 7./8. Juli.

Als Themen wurden angedacht - ich zitiere das Nohrsche Protokoll: „seroius games“ oder „Medien Spiel // Film und Spiel; Hybride / Energie aus Bastarden“
Das Thema ist auf jeden Fall noch zu diskutieren, vielleicht brennt auch jemandem ein anderes auf den Nägeln. Die Frage ist nun, wer hat wann Interesse und Zeit zu kommen und welches Thema nehmen wir.

Ein Vorschlag von mir wäre, mal kein Thema festzulegen, sondern Ideen/Fragen zu Forschungsprojekten/Ideen/Vorhaben zu diskutieren (etwa im Rahmen 20 min Vorstellung des Projektes, 40 min Diskussion).

Viele Grüße,
Britta

Bild von Frank Furtwängler

hallo

hallo zusammen,

verspaeteter glueckwunsch zur seite selbst und zum einsatz einiger, das auf die beine zu stellen.

siegen finde ich endlich mal erreichbarer aus dem sueden. da zudem mittlerweile ein grossteil meiner freunde an der uni siegen arbeitet, nehme ich das naechste treffen hoffentlich auch mal wahr, was mich wirklich sehr freuen wuerde. gleichzeitig hoffe ich, dass ausnahmsweise mal nichts dazwischenkommt. ich habe noch eine lehrbeauftragtenkonferenz an der fh-vorarlberg am 29.6., koennte aber machbar sein, falls ich erst am 30.6. anreise.

herzlich,

frank

Bild von Rolf Nohr

das wissenschaftspolitische argument

liebe ag,

ich würde die leidige killerspieldebatte-debatte gern als anlass nehmen, ggf. einige projekte der AG zu forcieren. denn meines erachtens würde es wenig sinn machen, in dieser diskussion formal oder strukturell auf der ebene der austragung "mitzuspielen": medienpolitisch ist die "killerspielerei" eh kaum an absurdität zu überbieten und alle wichtigen argumente sind (nicht zuletzt durch die berufenen institutionen) genannt; im rahmen des common sense ist das ganze eine mediendebatte und läuft nach eben diesen regeln. der "händeschmutzigmacher" wäre eben für diese inszenierung ein gefundenes fressen, würde aber die diskussion nur dort fortsetzen wo sie im moment ist: ein inszenierter schaukampf  mit verteilten rollen ohne sachargument.   PR mit gegenPR zu erstetzen ist kaum unser job.

gewichtiger erscheint mir das von markus angesprochene argument der wissenschaftspolitsichen nobilitierung unseres gegenstandes.  hier könnte und kann die AG leicht punkte machen mit folgendem drei-punkte-plan ("ich liebe es wenn ein plan aufgeht" - das A-Team):

1.  den  lange geplanten shooter-band mit hochdruck fertig stellen und der interessierten öffentlichkeit präsentieren.

2. das lange bearbeitete selbstverständispapier fertig und rund und so interdisziplinär machen und der öffentlichkeit präsentieren.

3. die idee eines gemeinsam konzipierten game-studies-einführungsbandes / grundlagentexte zur interdisziplinären game studie weiter diskutieren.

1. und 2. ist mit wenig anstrengungen zu machen. die präsentation dieser ergebnisse ist dann (eben in der aktuell sehr thematisch affinen) interessierten öffentlichkeit kein problem - ich verweise nur mal auf die immer noch sehr guten abverkaufszahlen der zweiten auflage des silent hill bandes.

3. wäre nun in der tat ein projekt, dass wir dann aber gründlich abwägen sollten: denn einen qualitativ guten und vorrangig bei einem renomierten verlag unter zu bringende grundlagen-band ist einerseits eine sache gezielten und wohldurchdachten konzeptionierens und zum anderen der finanzierung. keinesfalls aber sollte man sowas als "aktionistische" reaktion auf irgendetwas tun, sondern als solides wissenschaftliches projekt.

...denn womit man sich wissenschaftpolitisch immer noch am ehesten angreifbar macht ist unsolide arbeit ... :-))

 these are my five cent.

beste grüße aus BS

 fitze

 

Das schließt sich ja nicht aus?

Natürlich hat die inhaltliche Arbeit Vorrang; es ist nur irgendwie extrem unbefriedigend, dass die Forschergemeinde dabei bzgl. der öffentlichen Debatte weitgehend in flächendeckender Duldungsstarre verharrt. Es geht ja nicht darum, die AG zur PR-Schleuder umzufunktionieren, das wäre völlig sinnfrei. Zweifelsohne hilfreich wäre aber, würden sich zumindest zwei oder drei wissenschaftliche Schwergewichte optional für fröhliches Schlammcatchen zur Verfügung stellen. So mangelt es bspw. der Spieleindustrie notorisch an Galionsfiguren; deren Vertretungen äußern sich bislang nur recht vereinzelt und moderat, wobei sie natürlich immer auch unter dem Generalverdacht der Wahrung wirtschaftlicher Interessen stehen. Wenn, wie oben anklang, es ohnehin den einen oder anderen angriffslustigen Lehrenden gibt, warum dann nicht das Ganze ein wenig forcieren oder zumindest Unterstützung anbieten?

Mein Vorschlag ging, zusammengefasst, mehr dahin, weiterhin solide Forschungsarbeit zu leisten, dabei aber den öffentlichen Diskurs nicht einfach als lästige Randnote abzutun, die sich schon von selbst erledigen wird, sondern diejenigen, die ihn in unserem Sinne führen, gezielt personell und argumentativ zu unterstützen.

Was die Angreifbarkeit anbelangt, so ist deine Einlassung wissenschaftspolitisch natürlich völlig korrekt. Im realpolitischen Raum allerdings ist das entscheidende Kriterium für Angreifbarkeit schon sein Betreten (siehe auch "der Professor aus Heidelberg"). Man gewinnt halt ein wenig den Eindruck, als würden viele der echten Experten schon allein aus diesem Grunde das Spielen mit den Schmuddelkindern scheuen.

Ich weiß nicht, wie das Meinungsbild hier ausschaut, aber meiner Ansicht nach besteht einfach die Gefahr, dass, während hier angeregt (und sicher produktiv) über Avatar-Identifikationsebenen debattiert wird, woanders bzgl. "Killerspielen" bewahrpädagogisch verbrämte rechtliche Fakten geschaffen werden, die uns allen noch sehr sauer aufstoßen könnten.

 

Dem kann ich nur zustimmen.

Also dass wir uns selber vllt. auch auf das Niveau der Medienwirksamkeit "runterlassen" müssen. 

Jemand, von dem ich weiß, dass er sich diesbezüglich schon lange mal die Hände schmutzig machen will (und der als Leibniz-Preisträger der DFG vllt. auch das nötige Gewicht dafür hat) ist Prof. Dörner, von seiner Natur aus ein Provokateur! :)

Allerdings kann er dies wg. seines Arbeitspensums nicht allein bewältigen.

Aber ich bin mir sicher, wenn man ihm die Möglichkeit verschafft, sich ins Rampenlicht zu stellen (bspw. Vorträge, Artikelmöglichkeiten bei Spiegel, Zeit o.Ä. anleiert) , würde er dies sicherlich gerne machen. Er hat auch schon einen Artikel zu dem Thema angefangen aber mangels Zeit noch nicht zum Veröffentlichen gebracht...

Wenn's ums Arbeiten geht bin ich gerne dabei, nur mit Gewicht und Connections kann ich nicht dienen! :D

Liebe Grüße

Monica

PS. Weiß auch noch nicht, ob ich es nach Siegen schaffe, da ich privat mitten im Umzug stecke... Mein Mann macht echt viel mit, aber ich denke, das würde es überstrapazieren! :)

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Monica Mayer

Institut für Theoretische Psychologie

Universität Bamberg

Tel. 0951 - 863 1006

Fax. 0951 - 863 4022

Treffen in Siegen

Liebe AG-Mitglieder,

da ich relativ neu angemeldet bin, würde ich natürlich sehr gerne zu dem Treffen nach Siegen kommen, um Euch kennenzulernen.

Leider kann ich jedoch an beiden Terminen nicht. Gibt es noch einen zeitlich späteren Vorschlag?

 Viele Grüße,

Claudia Schrader 

 

Bild von Dominik Orth

Treffen in Siegen

Hallo zusammen,

das Wochenende 7./8. Juli würde auch mir besser passen.

Herzliche Grüße

Dominik

Bild von Markus Rautzenberg

Moin zusammen,  Ich

Moin zusammen,

 Ich könnte an beiden Terminen. Ein offenes Treffen fände ich auch sehr gut. Hätte da auch was beizutragen. 

Herzlichst, Markus

Bild von Markus Rautzenberg

Vorschlag

Da die Diskussion um "Killerspiele" einfach nicht aufhören will, sollte man sich überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, da mal vernünftig zu reagieren. Ich muss zugeben, dass mich diese ganze Diskussion ob des Niveaus auf dem sie geführt wird eigentlich eher peinlich berührt als das ich wirklich Lust hätte mich damit zu befassen. Inzwischen deutet sich allerdings an, dass auch aus wissenschaftspolitischen Gründen Handlungsbedarf besteht. Es steht zu befürchten, dass alle wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema innerhalb Deutschlands zu einer noch größeren Karrierefalle wird als es jetzt schon der Fall ist, solange man sich nicht der Deutungshoheit eines Herrn Pfeiffer unterwirft. Während im Rest Europas und in den USA (vom MIT bis zu Hintertupfingens Provinzunis) Lehrstühle und Forschungsmöglichkeiten rund um das Thema schon seit längerem aus dem Boden schießen, verliert die deutsche Wissenschaftslandschaft (die sich mit Themen aus der Populärkultur seit jeher eher schwer tut) immer mehr den Anschluss.

Kurz: man sollte sich eine Reaktion überlegen, die nachhaltig wirkt, so wäre zum Beispiel ein grundlegendes Buch zur Einführung in die "Game Studies" gerade in Deutschland dringend erforderlich. Mit "Reaktion" meine ich nicht Manifeste, Leserbriefe oder Pamphlete, sondern zum Beispiel Tagungen und Symposien, die aus den Einzelwissenschaften heraus in den gesellschaftlichen Dialog treten. Dabei sollte es nicht um die Frage gehen, ob "Killerspiele" verboten gehören, ob Counter-Strike Amokläufer ausbildet oder ähnliches. Vielmehr müssen die äusserst vielgestaltigen Phänomene in ihrer Komplexität überhaupt erstmal dargestellt werden. Die Annahme, das alles wäre schon geschehen, erweist sich ja gerade wieder täglich als falsch.

Herzlichst, Markus

Bild von Serjoscha Wiemer

Vorschlag "Einführung in die Game Studies" hat eigenen Thread

Hi Markus, hi Jan und co.,

ich wollte nur drauf hinweisen, dass die Frage fehlender Einführungsliteratur und weitergehend, ob sich die AG nicht vielleicht dem Projekt einer "Einführung" in die Game Studies annehmen sollte, bereits in einem anderer Thread diskutiert wird. http://www.ag-games.de/einsteigerliteratur

Dort sind weitere Kommentare willkommen!

Gruß, Serjoscha (quasi in der Funktion als ForumsmoderatorWinken

"Killerspiele"

Zum ersten Absatz sowie zum dringenden Bedarf eines deutschsprachigen Standardwerks "Einführung in die Game Studies": volle Zustimmung.

Was den gesellschaftlichen Dialog betrifft, denke ich, haben wir allerdings einen etwas anderen Bedarf (ich stelle das hier mal bewusst provokant zur Diskussion, weil es mich seit geraumer Zeit nervt) :

Es sieht doch so aus, dass hierzulande gerade mal ein halbes Dutzend Spinner die
gesamte Debatte beherrscht und mit "Killerspiel"-Polemik den Nährboden für Games Research und Development nachhaltig vergiftet. Dieser Entwicklung wird man, mit Verlaub, nicht Herr, indem man Fragen diskutiert und in die Öffentlichkeit trägt, welche die Mehrheit der Bevölkerung nicht interessieren und die sie teilweise noch nicht einmal versteht. So nervig das ist, aber irgendjemand muss dahin gehen, wo es weh tut, nämlich in die öffentliche Wirkungsforschungsdebatte. Und wer sollte das tun, wer hätte das notwendige Gewicht und die Connections, außer der hier versammelten Prominenz? Klar hat hier jeder bei weitem Besseres zu tun, aber auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

Die Schwätzer, die in der Breitenwirkung den größten Schaden anrichten, müssen gezielt und persönlich angegangen werden. Auf "wissenschaftlicher" Seite sind dies Gestalten wie Christian Pfeiffer, Manfred Spitzer oder Rainer Fromm, auf politischer Seite Scharfmacher wie Beckstein oder Schünemann. Letztere sind nicht unsere Baustelle, aber die erste Fraktion ist seit Jahren argumentativ x-fach widerlegt und ließe sich im öffentlichen Schlagabtausch unangespitzt in den Boden rammen (wer seinerzeit die Podiumsdiskussion auf der GC 2005 mitverfolgt hat, weiß, wie indigniert z.B. ein Herr Fromm von der Bühne schleicht, wenn unerhörterweise mal Tacheles geredet wird).

Aus realpolitischer Sicht fehlen ganz eindeutig keineswegs gute Argumente oder feinsinnige Theorien, sondern der aggressive, offene Schlagabtausch -- jemand mit Gewicht, der sich exponiert. Dabei sollten auch und gerade die Verbots- und Amokläuferfrage diskutiert werden, und wenn sie einem noch so sehr zum Hals heraushängen. Verzichtet man darauf, riskiert man ein ähnliches Phänomen, wie es zeitweise im Zuge der Kreationismusdebatte in den USA zu beobachten war: Die wissenschaftliche Elite ignoriert ob deren Absurdität die "Thesen" und skurrilen Auftritte der Gegenseite, weil man es nicht für nötig hält, auf diesem Niveau zu diskutieren -- und gerät als Resultat im öffentlichen Diskurs massiv ins Hintertreffen.

Auf den Punkt gebracht: Es geht in dieser Frage letztlich um nichts anderes als PR. Also, welcher Spin Doctor macht sich freiwillig die Hände schmutzig? ;)

Bild von Jan-Noël Thon

Treffen in Siegen

Liebe Leute,

 mir würden beide Wochenenden passen.

 Thematisch fände ich "Film und Spiel" nach wie vor spannend, hätte aber auch nichts gegen eine "etwas freiere Diskussion" (zumal ich inzwischen nun doch endlich mal an meiner Magisterarbeit schreibe).

 Und noch: hübsche, hellblaue Seite!

 Herzliche Grüße,

Jan 

Treffen in Siegen

Liebe Britta, lieber Serjoscha, liebe AG,

Erik Fischer und ich würden in schöner Erinnerung an Hamburg gerne teilnehmen, zumal Siegen ja nur einen größeren Katzensprung von Bonn entfernt ist. Die Terminlage an der Uni lässt den 30. Juni leider nicht zu, deshalb auch von unserer Seite die Frage, ob wir gegebenenfalls auf den für Euch ungünstigeren 7./8. gehen könnten? Wie siehts bei den anderen aus?

Eine thematisch etwas freiere Diskussion über Forschungsprojekte/vorhaben etc. fänd ich gut, immerhin sind hier ja die unterschiedlichsten Ansätze/Disziplinen vereinigt, dann könnte man da auch mal intensiver zurückfragen.

Herzliche Grüße

Bettina

Bild von Serjoscha Wiemer

Terminfindung AG-Treffen Siegen

Hi Britta,

toll, dass es wieder ein Treffen geben soll! Die Terminkoordinierung ist natürlich immer ein Kompromiss. Für mich kann ich nur sagen, dass ich vom 30. Juni bis 7. Juli verreist bin und von den genannten Terminen dann lediglich am 8. Juli teilnehmen könnte. Weinen
Als einen Tagungsordnungspunkt schlage ich "AG-Seite" vor. Sollte der Termin so fallen, dass ich gar nicht teilnehmen kann, bin ich optimistisch, dass Arjan, Björn oder Micha für Diskussion dieses TOPs anwesend sein könnten. Da wir zu viert sind, sollte doch zumindest einer kommen können...

Gruß, Serjoscha