Digitale Spiele sind zu einem stark beachteten, aber auch höchst umstrittenen Gegenstand nicht nur öffentlicher, sondern auch wissenschaftlicher Diskurse geworden. In den letzten Jahren haben sich die Game Studies zu einem der lebendigsten Felder medienwissenschaftlicher Forschung entwickelt. Sie sind hochgradig anschlussfähig beispielsweise an die theoretischen, historiographischen und analytischen Bestände kulturwissenschaftlich definierter Medienwissenschaften.

Im Rahmen der Gesellschaft für Medienwissenschaft im Jahr 2000 gegründet, hat sich die AG in wenigen Jahren zu einem eigenständigen und diskursübergreifenden Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen Disziplinen entwickelt, die sich mit einem immer noch wenig geklärten Phänomen aktueller (Medien-)Kultur auseinandersetzen. Ziel der AG ist es, den wissenschaftlichen Diskurs über digitale Spiele als Game Studies zu bündeln, zu systematisieren und theoretisch wie empirisch voranzubringen.

Die Arbeit der AG stellt in der derzeitigen dynamischen Situation den Versuch dar, einem fluiden und nicht abgegrenzten Gegenstand eine wissenschaftliche und reflektorische Beschäftigung beiseitezustellen. Dabei versucht die AG, an der Nobilitierung und Ausdifferenzierung einer wissenschaftlichen Theoriebildung zum Computerspiel und an der empirischen Erforschung relevanter Phänomene im Kontext der digitalen Spiele quer zu disziplinären Traditionen mitzuwirken.

Als die zentrale Funktion der AG Games wird die Netzwerkbildung im Interesse der Klärung theoretischer, terminologischer und empirischer Fragen im Kontext der digitalen Spiele gesehen.